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UNI_02_2017

UNI I 02 I 2017 53 | In der Klasse Elektromotoren kommt der brandneue TSE-4E zum Einsatz. Packaging, der Standfestigkeit, Ergonomie und Performance bei den Events.“ Der große Moment vor dem eigentlichen Wettbewerb ist das Rollout, das jedes Jahr und so auch 2017 am 31. Mai rund um das Audimax der Universität stattfindet. Bei dieser Veranstaltung werden die bis dahin vor den Augen der Öffentlichkeit penibel verborgenen Neuentwicklungen zum ersten Mal Interessenten und Sponsoren präsentiert. „In Vorbereitung auf das Rollout und die kommenden Events herrscht in unserer Werkstatt Höchstbetrieb“, beschreibt Johannes Haupt die steigende Spannung. „Denn diese Events sind das, worauf wir die ganze Saison über hinarbeiten. Wenn es dann soweit ist, sind wir immer sehr stolz, unsere brandneuen Autos vorzustellen.“ Innerhalb der einzelnen Wettbewerbsklassen sind zwei Hauptdisziplinen zu bestreiten: statische und dynamische Events. Bei den statischen Events werden der Businessplan, die Produktionskosten und die Ingenieursarbeit bewertet. Bei der dynamischen Disziplin muss sich der Wagen bei Kreisfahrten, Beschleunigungs-, Ausdauer- und Autocrossrennen beweisen. Last but not least fließt die Energieeffizienz in die Bewertung der Expertenjury ein. „Wir müssen also nicht nur einfach ein Auto bauen, sondern auch das ganze Drumherum bewältigen“, sagt Konstantin Groß. „Das ist eine große Herausforderung, der wir uns jedes Jahr aufs Neue stellen müssen.“ Deshalb sind neben der hohen Motivation der Mitglieder auch deren fächerübergreifende Zusammensetzung und eine gute Organisation des Vereins wesentliche Voraussetzungen für den Erfolg. Im Team Starcraft arbeiten Studenten aus den verschiedensten Studiengängen der TU Ilmenau Hand in Hand zusammen. Die Strukturen und Abläufe sind dabei – ähnlich wie in einem Unternehmen – straff organisiert. Neben dem fünfköpfigen Vorstand gibt es zwei große Bereiche – Technik und Organisation, die sich wiederum in mehrere Unterbereiche aufteilen und nach exakt vorgegebenen Terminplänen arbeiten. Der technische Bereich umfasst die Sektoren Fahrwerk, Elektrik, Driverless, Frame & Body, Drivetrain und Cost & Manufactoring. Der organisatorische Bereich ist für Sponsoring, Marketing, die Aufstellung des im Wettbewerb vorzulegenden Businessplans und die IT-Administration verantwortlich. In diesem Jahr freut sich das Team dabei nicht nur auf die Teilnahme an der Formula Student Germany in Hockenheim, sondern hat sich auch für die Formula Student East in Budapest, den Ingenieurwettbewerb der osteuropäischen Automobilregion, qualifiziert. „Damit können wir uns in gleich zwei internationalen Wettbewerben behaupten“, freut sich die organisatorische Leiterin Hanna Hohmuth. Hanna ist selbst Rennfahrerin und eines der weiblichen Mitglieder des Teams, die inzwischen ein starker Teil des Vereins geworden sind. „Die meisten sind im organisatorischen Bereich, speziell im Marketing, zu finden, doch auch in der Fertigung haben wir Frauen mittlerweile einen festen Platz“, betont sie. „Weitere sind herzlich willkommen!“ Dies gilt allerdings nicht nur für junge Frauen, sondern für alle Interessenten. „Wir sind immer offen für neue Mitglieder“, so der Vereinsvorsitzende. „Wer noch keine Erfahrungen mit dem Bau eines Rennwagens gesammelt hat, kann im Rahmen unserer Workshops und Schulungen das nötige Know-how erlernen, um sich dann auch persönlich weiter zu entwickeln und Ideen und Projekte umzusetzen. An dieser Stelle möchten wir der Universität, allen Sponsoren und Unterstützern sowie unseren Familien und Freunden danken, die uns durch die Höhen und Tiefen während der einzelnen Phasen begleiten!“ Mit dem TSC-3PO startet Team Starcraft in der neuen Wettbewerbsklasse Formula Student Driverless. UNIPORTRÄT Fotos: Team Starcraft


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