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TEAM STARCRAFT Leidenschaft  fur Autos Sie zeichnen, konstruieren, bauen und testen Jahr für Jahr, um mit immer neuen, besseren Rennwagen bei der internationalen Formula Student auf dem Hockenheimring antreten zu können: Die Studentinnen und Studenten vom Team Starcraft. Seit seiner Gründung vor gut zehn Jahren hat sich der Verein zu einer der größten studentischen Fachinitiativen der TU Ilmenau entwickelt. 2006 gründeten sieben Studenten Team Starcraft als studentischen Verein der TU Ilmenau mit dem Ziel, an der damals in Deutschland neu entstandenen „Formula Student“ teilzunehmen. Der internationale Konstruktionswettbewerb für Studenten wird jährlich vom Formula Student e. V. unter der Schirmherrschaft des Vereins Deutscher Ingenieure ausgerichtet und erfreut sich bei Studierenden weltweit einer enorm großen Resonanz. Mittlerweile treffen sich jedes Jahr im Spätsommer rund 120 Studententeams aus der ganzen Welt für fünf Tage am Hockenheimring, um in Formel-1-Atmosphäre ihre selbstkonstruierten Rennwagen miteinander zu messen und dabei Fachleuten aus Industrie und Wirtschaft deren Leistungsfähigkeit zu zeigen. Darunter seit nunmehr zehn Jahren auch das Team Starcraft, dessen Mitgliederzahl inzwischen auf über 70 Studierende der TU Ilmenau gewachsen ist. Sie vereint die Freude am Konstruieren und Fahren und schließlich, sich im Wettbewerb zu messen. „Viele unserer Mitglieder setzen einen Großteil ihrer Freizeit ein, um ihren Traum, die Rennwagen bei den Events gewinnen zu sehen, zu realisieren,“ sagt der Vereinsvorsitzende Konstantin Groß. „Ohne diesen Enthusiasmus wäre es auch gar nicht möglich, ein so anspruchsvolles Vorhaben wie die Teilnahme an der Formula Student umzusetzen.“ | 52 UNI I 02 I 2017 In diesem Jahr hat sich das Team sogar noch ehrgeizigere Ziele gesteckt. Nachdem der Verein seit 2010 mit seinen Elektrorennwagen in der Wettbewerbsklasse Electric (Elektromotoren) am Start ist, wollen die Studenten in dieser Saison auch in der neu eingeführten Klasse Driverless (autonom fahrend) antreten. Sie ist nach Combustion (Verbrennungsmotoren) und Electric die dritte Formula Student-Wettbewerbsklasse. Für die Teilnahme müssen die Teams einen Rennboliden entwickeln, der ohne Fahrer im autonomen Modus oder mit Fahrer im manuellen Modus fahren kann. Grundlage kann ein Fahrzeug aus den Jahren 2014 – 2016 sein, das umgebaut wird. Damit soll sichergestellt werden, dass es den technischen Anforderungen einer der beiden bereits bestehenden Wettbewerbsklassen entspricht. „Die neue Wettbewerbsklasse greift die internationalen Trends der Fahrzeugentwicklung auf und hier wollen wir natürlich dabei sein“, so Konstantin Groß. „Damit nehmen wir in diesem Jahr erstmals an zwei Wettbewerbsklassen teil. Um den erheblichen Mehraufwand zu stemmen, haben wir eigens einen neuen Bereich für den Bau eines autonom fahrenden Rennwagens eingerichtet. Wir sind schon sehr gespannt auf den Wettkampf.“ Schon seit September des letzten Jahres tüfteln die Ilmenauer Studenten an ihren zwei Neuentwicklungen für die Rennen im Jahr 2017: einmal am neuen Elektrowagen TSCE-4E und zum zweiten am Umbau des Vorgängermodells TSC-03E zum autonomen Rennwagen TSC-3PO. Nach dem Kick-off, dem offiziellen Saisonstart, ging das Team in die Phase der Konstruktion und die Ausarbeitung des technischen Designs. Mit dem Designfreeze am 15. Dezember endete diese Phase. Somit konnte das Team im neuen Jahr mit der Bestellung und Fertigung der Einzelteile beginnen. Im April war Start für die Phase „Assembly“, bei der alle Teile zu einem Rennwagen zusammengebaut wurden. Die darauffolgenden Wochen drehten sich dann darum, die neuen Autos zu testen. „Dabei wird festgestellt, ob die Fahrzeuge noch Schwachstellen besitzen oder welche Optimierungen noch nötig sind“ so der Vereinsvorsitzende. „Gleichzeitig dienen die Testfahrten unseren Fahrern als Training, um dann beim Rennen im August Bestleistungen zu erbringen.“ Das gilt besonders für den TSC-4E. „Das ist unser neuer, rein elektrisch betriebener Rennwagen“, erläutert der technische Leiter Johannes Haupt. „Bei der Konstruktion ging es vor allem darum, aus den Erfahrungen der letzten Saison zu lernen, Verbesserungen gegenüber dem TSC-03E umzusetzen und die Stärken des Vorgängermodells weiter ausbauen. Dabei lag das Augenmerk besonders auf der weiteren Optimierung des UNIPORTRÄT


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