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UNI_02_2017

UNIFORSCHUNG Physikerinnen diskutieren in Ilmenau Physikerinnen aller Karrierestufen – von Studierenden bis zu international renommierten Professorinnen – werden sich in Ilmenau zum fachlichen Austausch, aber auch zur Diskussion über gesellschaftspolitische Themen wie Karrieremöglichkeiten und Vereinbarkeit von Familie und Beruf versammeln. „Die Tagung bietet ein hervorragendes Forum für Physikerinnen aus allen Bereichen, sich fachlich auszutauschen und miteinander zu vernetzen“, so die Ilmenauer Tagungsleiterin und Leiterin des Fachgebietes Theoretische Physik II, Professorin Martina Hentschel. „Wir freuen uns sehr, in diesem Jahr dazu rund 150 Physikerinnen aus ganz Deutschland an unserer Universität begrüßen zu dürfen.“ Die Tagung ist neben dem unmittelbar zuvor stattfindenden Ilmenauer Physiksommer das zweite Physik-Ereignis der TU Humboldt-Stipendiat am IMN MacroNano® | 38 UNI I 02 I 2017 Ilmenau in der kommenden Semesterpause. Derzeit laufen die Vorbereitungen für das anspruchsvolle Tagungsprogramm auf Hochtouren. Vorgesehen sind Vorträge zu aktuellen Themenstellungen in breiten Bereichen der Physik. Dazu zählen Hochenergie und Gravitationsphysik, Photonik und nichtlineare Dynamik, physikalische Chemie, Festkörper- und Plasmaphysik. Ilmenauer Studenten können sich kostenlos anmelden. Den Eröffnungsvortrag hält am 28.9. um 16 Uhr im Röntgen-Hörsaal die Heidelberger Physikerin und DPG-Vizepräsidentin Prof. Johanna Stachel zum Thema „Urknallmaterie im Labor - ALICE am LHC“. Viel Raum ist auch für Posterbeiträge, Diskussionen und den Erfahrungsaustausch vorgesehen. So wird es Workshops und Mentoring-Programme für Studierende, Promovierende und Postdocs geben. Neben Hochschulwissenschaftlerinnen werden auch Physikerinnen aus Industrie und Wirtschaft Einblicke in ihren Arbeitsalltag, ihre Erfahrungen zum Thema Gleichstellung und zur Balance von Kindern und Karriere gewähren. Das attraktive Rahmenprogramm sieht unter anderem den Besuch wissenschaftlicher Einrichtungen der TU Ilmenau wie das Zentrum für Mikro- und Nanotechnologien und das Großforschungsgerät für Turbulenzforschung „Ilmenauer Fass“ vor. Hochkarätig abgerundet wird das Programm durch den öffentlichen Vortrag des DPG-Präsidenten und ehemaligen CERN-Direktors Prof. Rolf-Dieter Heuer am 29.9., 13 Uhr, Faraday-Hörsaal, zum Thema „Die Welt der kleinsten Teilchen - das Forschungszentrum CERN in Genf“. Deutsche Physikerinnentagung Die TU Ilmenau ist vom 28. September bis 1. Oktober 2017 Gastgeberin der 21. Deutschen Physikerinnentagung. Die jährlich von der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) ausgerichtete Tagung findet damit erstmals in Thüringen statt. Schirmherrin ist Bundesforschungsministerin Prof. Johanna Wanka. Humboldt-Stipendiat Dr. José Manuel Mánuel Delgado (vorn) ist derzeit für acht Monate am Institut für Mikro- und Nanotechnologien MacroNano® tätig. Der promovierte Materialwissenschaftler ist an seiner Heimatuniversität, der Universidad de Cádiz (Spanien), Experte für Transmissionselektronenmikroskopie (TEM-Analyse). Internationale Forschung In Ilmenau forscht er in Zusammenarbeit mit den Fachgebieten Elektroniktechnologie und Nanotechnologie an Wachstumsprozessen auf Keramiksubstraten. „Die enge Verknüpfung von Materialforschung und Anwendungen, die in Ilmenau gelebt wird, ist für mich eine interessante Erfahrung und eine Bereicherung für meine akademische Laufbahn,“ sagt Dr. Mánuel Delgado. „Nach meiner Rückkehr kann ich in meiner Funktion als außerordentlicher Professor von neu geknüpften Kontakten und Netzwerken profitieren und eventuell eigene Projekte mit der TU Ilmenau etablieren.“ Und auch der Ilmenauer Institutsdirektor, Professor Jens Müller, ist sich sicher, „dass aus der Zusammenarbeit spannende Erkenntnisse erwachsen, die zu gemeinsamen Publikationen führen werden.“ Foto: IMN MacroNano®


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