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UNI_02_2017

UNIFORSCHUNG Initiative „Innovative Hochschule“ TU plant Innovationsuniversität Die TU Ilmenau hat sich im Rahmen der BMBF-Förderinitiative „Innovative Hochschule“ um die Errichtung einer „Innovationsuniversität Technik Thüringen“ beworben. Der Wettbewerb ergänzt die Exzellenzinitiative um ein Format zur Stärkung von Hochschulen im regionalen Innovationssystem. SCHON IM ERSTEN JOB EIGENVERANTWORTLICH FORSCHEN GEHT NICHT. Durch praxis- und projektbezogene Arbeit hast Du auch schon im Studium bei uns beste Chancen, Dich weiter zu entwickeln. www.iis.fraunhofer.de UNI I 02 I 2017 33 | Die TU Ilmenau hat mit interdisziplinären Forschungsverbünden, technologischen Zentren und Innovationszentren eine leistungsstarke Infrastruktur für Forschung und Entwicklung aufgebaut und fungiert als Treiber im regionalen Innovationssystem. Besondere Bedeutung kommt dabei dem rund 25 Kilometer entfernten Industriegebiet „Erfurter Kreuz“ zu. An diesem größten Industriestandort Thüringens will die Universität im Rahmen des Förderantrages eine „Innovationsuniversität Technik Thüringen“ aufbauen. Das Vorhaben ist zentraler Bestandteil der Transferstrategie 2026 der TU Ilmenau. Im geplanten Projekt sollen sechs größere Teilvorhaben umgesetzt werden. Mit einem Beratungs- und Gerätezentrum soll der Transfer von Ideen, Wissen und Technologie zwischen der TU Ilmenau und den am „Erfurter Kreuz“ ansässigen Industrieunternehmen und -netzwerken intensiviert werden. Ziel sind langfristige Forschungskooperationen, gemeinsame Transferprojekte und die Heranbildung von hochqualifiziertem Fachkräftenachwuchs für die Thüringer Wirtschaft. Für Professor Klaus Augsburg, der die Federführung für den Antrag hat, bietet die Präsenz der Universität direkt vor Ort am Industriestandort entscheidende Vorteile: „Mit dem Projekt können wir das Know-how der TU Ilmenau und die exzellente technologische Ausstattung noch weitaus besser für Unternehmen zugänglich machen und gemeinsame Schlüsselprojekte auf den Weg bringen“, ist er überzeugt. „Langfristiges Ziel ist es, den bislang hauptsächlich von der Produktion geprägten Industriestandort zum zukunftsfähigen Innovationsstandort weiterzuentwickeln.“ Mit dem insbesondere an kleine und mittlere Hochschulen gerichteten Wettbewerb ergänzt der Bund die Exzellenzinitiative um ein Format zur Stärkung von Hochschulen im regionalen Innovationssystem. In das Vorhaben „Innovationsuniversität Technik Thüringen“ sind bereits 13 regionale Partner – Unternehmen, Cluster, Kammern, Gebietskörperschaften – eingebunden. Diese richten ihre strategischen Planungen zu wesentlichen Teilen an diesem Projekt aus. So wird das Projekt zentraler Bestandteil eines künftigen „Service-, Innovations- und Transferzentrums“ am Standort „Erfurter Kreuz“ sein. Damit verbunden ist ein Bauvorhaben, das gemeinsam von der Landesentwicklungsgesellschaft LEG Thüringen und dem Ilm- Kreis mit Mitteln aus dem europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert wird und sich bereits in der Vorbereitungsphase befindet. Die Entscheidung über die Anträge zum Programm „Innovative Hochschule“ soll im Juli durch die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz von Bund und Ländern bekannt gegeben werden. Wird das Projekt „Innovationsuniversität Technik Thüringen“ bewilligt, fördert der Bund es mit jährlich bis zu zwei Millionen Euro für fünf Jahre. Mit erfolgreicher Umsetzung soll das Projekt als Pilotlösung für andere Industriestandorte Thüringens wirken.


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