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UNI_02_2017

Der Kontakt zu den Absolventen wird über regelmäßige Alumni-Fachkonferenzen gehalten. Gruppenbild vom ersten von inzwischen vier dieser Treffen. Mit einer Festveranstaltung mit Prof. Gabriele Krone Schmalz als Festrednerin und einer Alumni-Fachkonferenz begingen die Partner an der TU Ilmenau das Jubiläum. Rechts die Rektoren Prof. Peter Scharff und Prof. Nikolay D. Rogalev. UNI I 02 I 2017 15 | Euro Drittmitteln beziffern. Es hilft enorm, dass die russischen und die deutschen Bildungsprogramme im Tertiärbereich äquivalent sind und zeitlich weitestgehend synchron laufen. Die russischen mit Theorieschwerpunkt, die deutschen mit Praxisschwerpunkt – anders gesagt, mit großer industrieller Durchdringung der Ausbildung bzw. ohne diese. Beide Bildungsprogramme ergänzen sich hierbei in freundlicher Weise. Vorbild für Doppelabschlüsse Dass wir im 50. Jahr unserer Partnerschaft bereits das 20. Jahr unseres Doppelabschlussprogrammes mit dem MEI mit mittlerweile 130 russischen Absolventen feiern, ist die eigentliche Errungenschaft, die es gilt zu bewahren und auszubauen. Den Grundstein für diese Entwicklung haben auf Ilmenauer Seite Altrektor Professor Wolfgang Gens und Professor Wolfgang Fengler von der Fakultät für Informatik und Automatisierung sowie Gudrun Matthies, die damalige Leiterin des Auslandsamtes, in der zweiten Hälfte der 90er Jahre gelegt. Ihr Engagement und das ihrer russischen Amtskollegen mit dem damaligen Rektor Evgenii V. Ametistov, Professor Igor N. Zhelbakov und der Leiterin des Auslandsamtes Maria N. Popova sowie vieler weiterer Mitstreiter war in der Rückschau für die TU Ilmenau weit mehr als nur die Fortschreibung liebgewonnener Traditionen in neuem Gewande. In Folge dieser Aktivitäten wurde die „Deutsche Ingenieurfakultät MEI – TU Ilmenau“ als das erste und heute nach wie vor gesund und ertragreich arbeitende Vorbild für viele weitere internationale Ausbildungskooperationen der TU Ilmenau etabliert. Dass wir ein 12-monatiges Teilstudium, mit Pflichtpraktikum, Vorlesungsbesuch, Prüfungen und Masterarbeit, implementierten, ist mit allen seinen speziellen Parametern, einschließlich Sprachausbildung und Prüfung DSH-2, heute noch ein Alleinstellungsmerkmal. Der Mangel des nur rudimentären Stromes deutscher Studierender an die russischen Universitäten wird uns dabei leider weiter begleiten, ohne dass die Hoffnung aufgegeben werden muss, das zu ändern. Die Forschungszusammenarbeit mit dem MEI steht wie die Zusammenarbeit in der Ausbildung auf dem Fundament jahrzehntelanger, gemeinsamer Anstrengungen, die in den drei ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten der TU Ilmenau stattfanden und in die 50er Jahre zurückreichen. Die Hauptströme verlaufen, damals wie heute, in den Bereichen Elektrowärme, Elektrische Antriebe und Elektromechanik/ Mechatronik, Theoretische Elektrotechnik sowie Ingenieurinformatik / Hard- und Softwarearchitekturen. Die geschätzte Zahl der Dissertationen und Monografien liegt bei über 30. Zukunftsweisende Kooperation Zukunftsweisend tritt das Projekt einer „Strategischen Partnerschaft zwischen dem MEI, dem LETI und der TU Ilmenau“ mit dem wissenschaftlichen Querschnittsprofil „Sensorsysteme und -netze“ in drei ingenieurwissenschaftlichen Fakultäten der TU Ilmenau hinzu. Wieder ist es der DAAD, der hier in den Jahren 2013 bis 2018 rund 750.000 Euro für strategische Maßnahmen zur Verfügung stellt. Das Projekt, von Professor Matthias Hein wissenschaftlich geführt, arbeitet in der Forschung mit Fördermitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Russischen Stiftung für Grundlagenforschung. So wird unsere Partnerschaft mit dem MEI also künftig auch mit neuem, innovativem Potenzial dazu beitragen können, die ja so wichtigen Brücken zwischen Russland und Deutschland zu erhalten und weiter auszubauen. 2007 wurde die Deutsche Ingenieur- Fakultät MEI - TU Ilmenau eröffnet. UNIPOLITIK


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