Page 13

UNI_02_2017

UNIPOLITIK UNI I 02 I 2017 13 | Landestypische Tänze und Trachten beim World Food Festival. Das Organisationsteam der ISWI 2017. Astronaut Gerhard Thiele sprach über seine Erfahrungen im Weltall. Auf die Frage, was er empfand, als er die Welt von oben sah, antwortete er nur: „Demut“. Das kulturelle Rahmenprogramm startete am Sonntag mit dem World Food Festival auf dem Wetzlarer Platz. Die ISWI-Teilnehmer boten in landestypischen Trachten internationale Speisen an und präsentierten ihre Herkunftskulturen mit Musik und Tänzen. Im Vorfeld war die Ausstellung „Barriere:Zonen“ des Fotografen Till Meyer eröffnet worden, der Menschen mit Behinderung porträtiert hat, deren Leben durch Konflikte und Kriege geprägt ist. Auf der Fair Fair, einem Markt der Möglichkeiten, stellten sich am Montag gemeinnützige Organisationen vor. Daneben fanden ein Podiumsgespräch und Workshops zur Rolle und Entwicklung in verschiedenen Bereichen der Ehrenamtsorganisation statt. Am Dienstag schloss sich eine Podiumsdiskussion zu den Chancen und Risiken von sozialen Medien und deren Tauglichkeit für globale Gerechtigkeit an. Gäste der vom IIlmenauer Medienwissenschaftsstudenten Randall Newton moderierten Gesprächsrunde waren Prof. Martin Emmer, Kommunikationswissenschaftler von der TU Berlin, Dr. Sebastian Stier, Politikwissenschaftler vom GESIS – Leibniz-Institut für Sozialwissenschaften und Salah Zater, libyscher Blogger und Journalist. Musikalisch ging es weiter mit dem Open- Air-Konzert auf dem Ehrenberg am Dienstagabend. Die kolumbianische Ska-Band Doktor Krápula aus Bogotá, die sich mit sozialer Ungerechtigkeit und Umweltverschmutzung kritisch auseinandersetzt, und die zwei deutschen Bands Naked SuperHero und Departed by Rest sorgten kräftig für Stimmung. Der Mittwoch stand traditionell im Zeichen des Dies academicus der Universität. Der deutsche Physiker und Klimaforscher vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung Wolfgang Lucht hielt den Festvortrag zum Thema „Die Zukunft der Erde: Von den Grenzen der Welt zur sozialen Veränderung“. Am Abend fand der kulturelle Höhepunkt der ISWI 2017, die Intergalaktische Nacht, statt. Vorträge und Workshops stellten das Weltall und die Beziehung des Menschen zum All in den Mittelpunkt des Abends. Der deutsche Astronaut Gerhard Thiele gab dabei spannende Einblicke in sein Leben im Weltraum. „Wir haben bewusst versucht, renommierte Vortragende aus verschiedenen Bereichen als Referentinnen und Referenten der ISWI zu gewinnen,“ so Vorstandsmitglied Benno Platte. „Wir freuen uns, dass dies so gut gelungen ist. Die in den Vorträgen vorgestellten Ideen und Ansätze gaben den Teilnehmern wichtige Impulse für die inhaltliche Debatte.“ Abgerundet wurde das Programm mit der Vorführung des Films „The Act of Killing“. Der Film, der den Militärputsch von 1965/66 in Indonesien thematisiert, war Auftakt für eine Diskussion über die Aufarbeitung von Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Nach einer Woche intensiver Auseinandersetzung mit der Thematik „Globale Gerechtigkeit“ wurden am Freitagabend die Ergebnisse der Gruppenarbeiten bei der Abschlussveranstaltung vorgestellt. Die internationalen Teilnehmer der Studierendenwoche in Ilmenau machten dabei durchgehend ihre Überzeugung deutlich, dass jeder Mensch einen kleinen Teil dazu beitragen kann, unsere Welt gerechter zu machen. Foto: ISWI e. V. / Max Richter Foto: ISWI e. V. / Chiung W. Foto: ISWI e. V. / Max Richter


UNI_02_2017
To see the actual publication please follow the link above