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BdR_2014_2015

Bericht des Rektors 2014 / 2015 77 HIGHLIGHTS Forschergruppe Leichtbauverbunde für Fahrzeuge Neuartiger Verarbeitungsprozess verringert Ausschuss bei Produktion Das Hinterspritzen von Folien gehört zu den anspruchsvollsten Techniken der Kunststoffverarbeitung. Qualitätsbeeinträchtigungen wie verzogene Formteile, Auswaschung und optische Defizite führen bei der Produktion häufig zu hohem Ausschuss. Der von der Forschergruppe entwickelte neuartige Verarbeitungsprozess hilft, solche Mängel zu vermeiden. Leitfähige Kunststoffe für den Fahrzeuginnenraum Die Zugabe von Ruß oder Kohlenstofffasern zu Kunststoffen erlaubt es, mit speziellen Einarbeitungsverfahren eine zusätzliche Funktion in den Kunststoff zu integrieren: Die ansonsten isolierenden Kunststoffe werden zu einem elektrischen Leiter. Für Bedienelemente am Armaturenbrett zum Beispiel werden so elektrische Verbindungen in Formteilen integriert, und dies mit dem einfachen Spritzgießverfahren. Für Schalter und Regler werden hochglänzende Folien mit Kunststoff hinterspritzt, um verschiedene Funktionselemente in einem Prozessschritt herstellen und schwere Kupferkabel einsparen zu können. Effektiveres Verfahren zur Herstellung von Faserverbundstoffen Vollkommen neu entwickelte die Forschergruppe ein Verfahren zur Herstellung thermoplastischer und damit umformbarer, endlosfaserverstärkter Kunststoffhalbzeuge (ELFT). In Modellversuchen wiesen die Wissenschaftler nach, dass der Direktextrusionsprozess für die industrielle Anwendung im Vergleich mit den meisten anderen Herstellungsketten von Faserverbundstoffen sowohl technisch als auch wirtschaftlich höchst attraktiv ist. Forschergruppe kombiniert eigentlich inkompatible Werkstoffe Ingenieure wünschen sich ein Idealmaterial, in dem die Eigenschaften eigentlich nicht miteinander vereinbarer Werkstoffe kombiniert sind. Der Forschergruppe gelang mit innovativen Verarbeitungstechniken die Kombination von Aluminium mit neuen Faserverbundstoffen. Durch die bahnbrechenden Erkenntnisse der Wissenschaftler stehen Ingenieuren nun ganz neue Möglichkeiten offen.


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