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Bericht des Rektors 2014 / 2015 39 HIGHLIGHTS Antriebs-, Energie- und Umweltsystemtechnik Wasserstoff aus Sonnenlicht – Durchbruch bei regenerativer Energie Ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Ilmenauer Professors Thomas Hannappel steigerte den Wirkungsgrad der sogenannten direkten solaren Wasserspaltung von 12,4 auf 14 Prozent. Mit der Methode, die auf künstlicher Photosynthese beruht, lässt sich der Brennstoff Wasserstoff direkt aus dem Licht der Sonne herstellen – sauber, nachhaltig und kostengünstig. Das spektakuläre Rekordergebnis, veröffentlicht in der führenden Fachzeitschrift Nature Communications, könnte die Lösung der Energieprobleme auf der Welt sein. Forschungsgebäude für energieeffiziente Fahrzeugantriebe In unmittelbarer Nähe des Universitätscampus‘ wurde ein Labor- und Bürogebäude fertiggestellt, in dem ein Wissenschaftlerteam um Prof. Werner Eißler, Leiter des Fachgebiets Energieeffiziente Fahrzeugantriebe, künftig daran forschen wird, den Energieverbrauch und den Schadstoffausstoß von Motoren zu verringern. Ein Motorprüfstand ermöglicht die Weiterentwicklung sowohl von konventionellen als auch von Hybridmotoren. Die Wissenschaftler werden ebenfalls daran arbeiten, die Effizienz, die Zuverlässigkeit und die Lebensdauer moderner Turbolader zu steigern. Die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen investierte drei Millionen Euro in den Bau des hochmodernen Gebäudes, das Platz für insgesamt 15 Mitarbeiter bietet. „Solid State Transformer“ mit robuster Hochspannungsisolierung Die Forschergruppe Hochspannungstechnologien und das Fachgebiet Leistungselektronik forschen in Kooperation mit Siemens im Projekt „Solid State Transformer“ an der Auslegung von Mittelfrequenztransformatoren, die mit Stromrichtern großer Leistung betrieben werden sollen. Dabei werden verschiedene Kernmaterialien und Isolierstoffe und deren Eigenschaften bei höherfrequenter Belastung untersucht. Solche leistungselektronischen Transformatoren können beispielsweise in Versorgungsnetzen im Bereich der Niederspannung eingesetzt werden, die einen hohen Anteil regenerativer Energiequellen aufweisen.


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