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38 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Antriebs-, Energie- und Umweltsystemtechnik der eine saubere und ökologisch nachhaltige Energiewirtschaft ermöglichen könnte. Im Energiemix der Zukunft haben solche solaren Brennstoffe ein ungeheures Potenzial: Noch 2014 lag in Deutschland, in Sachen Energiewende die Nr. 1 in der Welt, der Anteil der erneuerbaren Brennstoffe an der gesamten Energieproduktion bei nicht mehr als 11 Prozent. Brennstoff aus Licht erzeugen – Wissenschaftler der Elektrochemie sehen in der Methode die Lösung der Energieprobleme auf der Welt. Wesentlich geprägt wird das Forschungscluster Antriebs-, Energie und Umweltsystemtechnik durch die Aktivitäten des fakultätsübergreifenden Instituts für Automobiltechnik und Produktionstechnik (IAP). Forschungsschwerpunkte sind Elektroantriebe, hybride Antriebe, Abgasnachbehandlungssysteme und Kunststofftechnik. 29 Fachgebiete betreiben im IAP interdisziplinäre Forschung, mit den fünf weiteren Forschungsclustern der Universität sind sie wissenschaftlich-methodisch eng verknüpft. Im Forschungscluster Antriebs-, Energie- und Umweltsystemtechnik sind fünf Forschergruppen des Thüringer Innovationszentrums Mobilität (ThIMo) und eine Forschergruppe des Zentrums für Energietechnik (ZET) angesiedelt. Das Zentrum für Energietechnik ist die technologische Einrichtung des fakultätsübergreifenden Instituts für Energie-, Antriebs- und Umweltsystemtechnik. Im ZET steht den Fachgebieten und Forschergruppen des IEAU modernste technologische Ausstattung zur Verfügung: Großgeräte für Forschungsprojekte im Energietechnikbereich, die das Zentrum betreut, wartet und instand hält. Bordnetzarchitekturen für Fahrzeuge. Die seit über 20 Jahren an der TU Ilmenau laufenden Forschungsaktivitäten auf dem Gebiet der erneuerbaren Energien werden in Kooperation mit dem renommierten Helmholtz-Zentrum Berlin und dem CiS Forschungsinstitut für Mikrosensorik in Erfurt, einem An-Institut der TU Ilmenau, fortgeführt. „Unser Weltrekord bei der solaren Wasserspaltung könnte der erste Schritt zur Lösung der Energieprobleme auf der Welt sein.“ Bei der Erforschung neuer regenerativer Energien erzielte die TU Ilmenau im Jahr 2015 einen spektakulären wissenschaftlichen Durchbruch. Ein internationales Forscherteam unter der Leitung des Stiftungsprofessors für Photovoltaik Thomas Hannappel steigerte den Wirkungsgrad der sogenannten direkten solaren Wasserspaltung von 12,4 auf 14 Prozent. Mit der Methode, die auf künstlicher Photosynthese beruht, lässt sich der Brennstoff Wasserstoff aus dem Licht der Sonne herstellen – sauber, nachhaltig und kostengünstig. Der Rekord-Wirkungsgrad wurde in der führenden Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht. Bei künstlicher Photosynthese ist es Sonnenenergie, die die Photolyse von Wasser antreibt. So wird die Energie des Sonnenlichts direkt in Wasserstoff umgewandelt, der anschließend wieder zum Ausgangsprodukt Wasser umgesetzt werden kann – ein Kreislauf,


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