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BdR_2014_2015

Bericht des Rektors 2014 / 2015 33 HIGHLIGHTS Technische und biomedizinische Assistenzsysteme Hirnforschung für bessere Therapie von neurologischen Erkrankungen Im Zwei-Millionen-Euro-Projekt EyeTSS ist es Wissenschaftlern unter der Leitung von Prof. Jens Haueisen nach drei Jahren Forschung gelungen, die nichtinvasive Stromstimulation des Gehirns entscheidend zu verbessern. Gemeinsam mit Kooperationspartnern aus Medizin und Industrie optimierten sie die Stromstimulation so, dass sie zielgenau eingesetzt werden kann und zugleich leicht handhabbar ist. Dafür wurden zwei neue Technologien entwickelt und in Studien getestet: eine EEG-Haube zur einfachen Stimulation mit mehreren Elektroden und Stimulationsprotokolle, die für Krankheiten optimiert wurden. Neue Verfahren ermöglichen schnellere Diagnosen des Gehirns Das Institut für Biomedizinische Technik und Informatik entwickelt neuartige Verfahren, mit denen Gehirnaktivitäten schon während ihrer Messung visualisiert und verarbeitet werden können. Die Messungen in Echtzeit machen schnellere Diagnosen möglich und verbessern Rehabilitationsverfahren. Teile des von Prof. Jens Haueisen und Prof. Daniel Baumgarten geleiteten MNE-CPP-Projektes werden bereits in einem neuartigen System zur Messung der Gehirnaktivität von Kleinkindern verwendet. Kooperationspartner des Projektes sind unter anderem die Harvard Medical School, das Massachusetts Institute of Technology und das Universitätsklinikum Jena. Mit Mikrowellensensorik Brustkrebs besser erkennen Wissenschaftler des Institutes für Biomedizinische Technik und Informatik und des Fachgebietes Elektronische Messtechnik setzen Bildgebungsverfahren auf der Basis von Ultrabreitband-Mikrowellentechnologie ein, um Brustkrebs zu erkennen. Im DFG-Projekt ultraMAMMA suchen sie in Zusammenarbeit mit Forschern des Universitätsklinikums Jena nach neuen Lösungen, zum Beispiel, indem sie mit Hilfe magnetischer Nanopartikel den Kontrast der Bildgebung erhöhen, durch polarimetrische Messungen eine bessere Differenzierung verschiedener Gewebe anstreben und im Bereich der drahtlosen Übertragung in der Nachrichtentechnik neue Hardwarekonzepte für integrierte MIMO-Messsysteme entwickeln. Dadurch könnte Brustkrebs bei Frauen deutlicher und früher erkannt werden.


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