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32 Die Forschungscluster der TU Ilmenau | Technische und biomedizinische Assistenzsysteme FORSCHUNGSCLUSTER Technische und biomedizinische Assistenzsysteme Im Forschungscluster Technische und biomedizinische Assistenzsysteme entwickeln Wissenschaftler Technologien, die den Alltag leichter, effektiver und sicherer machen. Interdisziplinär arbeiten sie an Assistenzsystemen für zu Hause, für die Arbeitswelt und den Verkehr. Sie entwickeln zum Beispiel Lösungen für Patienten in einer alternden Gesellschaft: Roboter, die älteren oder pflegebedürftigen Menschen Lebensqualität sichern und neue medizinische Verfahren zur Diagnostik und Therapie der Augen; oder auch Fahrzeugsysteme, die den Komfort und die aktive oder passive Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen. finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft analysieren sie nun gemeinsam mit dem Fachgebiet Technische Mechanik die bisher wenig beachteten Tasthaare an den Handwurzeln, am Rücken und am Bauch der Tiere. Grundlagenforschung und spezifische Anwendungen unserer Biomedizintechniker und Biomechatroniker erlangten nationale und internationale Aufmerksamkeit insbesondere in der Augen und Ohrenheilkunde, der medizinischen Informatik und in der Biosignalverarbeitung. International führend ist unsere Universität in der Diagnostik und Therapie der Augen sowie der Elektrodiagnostik. So bestätigten Gutachter eines EU-Projektes Unsere Gesellschaft benötigt immer mehr technische Lösungen, die altersgerecht und auf die individuellen Bedürfnisse der Menschen zugeschnitten sind. Daher arbeiten im Forschungscluster Technische und biomedizinische Assistenzsysteme Ingenieure und Informatiker, aber auch Biologen, Mediziner und Sozialwissenschaftler in der Robotik, der Biomedizintechnik und an Mensch-Maschine- Schnittstellen für Assistenzsysteme. Besonders dynamisch ist die Forschungs- und Entwicklungsarbeit unserer Universität in der interdisziplinären Zusammenarbeit von Human- und Ingenieurwissenschaften und in der international anerkannten Bionik, also der Entwicklung von Technik nach dem Vorbild der Natur. So könnten intelligente Bionik-Bürsten, die funktionieren wie die Tasthaare von Ratten, helfen, biologisch inspirierte Produkte zu entwickeln, etwa „tastende“ Messsysteme und intelligente Bürsten. Das Fachgebiet Biomechatronik unter der Leitung von Prof. Hartmut Witte und das Institut für Spezielle Zoologie und Evolutionsbiologie der Friedrich- Schiller-Universität Jena hatten Form und Funktion von Tasthaaren von Ratten untersucht, die diese um ihre Schnauze tragen. Mit „Internationale Gutachter bestätigen: Die TU Ilmenau bestimmt den Weltstand bei neuen Elektrodentechnologien für das EEG.“


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