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DER CAMPUS Gleichstellung Als technische Universität mit natur- und ingenieurwissenschaftlicher Ausrichtung hat die TU Ilmenau die Verpflichtung, sich besonders dafür einzusetzen, junge Frauen für ein Studium oder eine Karriere an der Universität zu gewinnen und ihre Karriere langfristig zu fördern. Da viele Schülerinnen keine Vorstellung davon haben, dass MINT-Fächer spannende Aufgaben bereithalten, ist das Gleichstellungsbüro bestrebt, ihnen dies mit positiven Beispielen gelungener Karrieren zu vermitteln. Seit 2015 ist Prof. Edda Rädlein, Leiterin des Fachgebiets Anorganisch nichtmetallische Werkstoffe, Gleichstellungsbeauftragte der TU Ilmenau. Der Gleichstellungsarbeit der TU Ilmenau geht es neben der zahlenmäßigen Erhöhung des Frauenanteils auf allen Ebenen um den Ausbau einer aufgeschlossenen und modernen Organisationskultur, in der Gleichstellungsarbeit integrierender Bestandteil ist und als Qualitätsmerkmal angesehen wird. Wichtiges Ziel: Die Schaffung einer durch Gleichstellungsstandards geprägten Arbeitsumgebung in allen Bereichen der Organisation, denn von der Arbeit in gemischten Teams insbesondere in Lehre und Forschung profitieren alle Beteiligten in hohem Maße. „2015 haben wir ein allumfassendes Gleichstellungskonzept für die Jahre 2015 bis 2021 erstellt.“ Ein wichtiger Meilenstein der Arbeit des Gleichstellungsrates und -büros zu Beginn des Jahres 2015 war die Erstellung eines allumfassenden Gleichstellungskonzeptes für die Jahre 2015 bis 2021, das im April 2015 vom Akademischen Senat der TU Ilmenau bestätigt wurde. Die Strategie basiert auf dem neuen Gleichstellungsplan, der sich aus einer Analyse des Ist-Zustandes der Situation an unserer Universität ableitet und daraus die Zielsetzungen für die künftige Entwicklung der Gleichstellungsarbeitet definiert. Das neue Gleichstellungskonzept beschreibt drei konkrete Ziele: Die Erhöhung des Anteils an Studentinnen insbesondere im MINT-Bereich, die Erhöhung der Ausgangszahlen nach der Promotion und die Erhöhung des Anteils an Professorinnen. Die Realisierung dieser Ziele wird als integrale Querschnittsaufgabe aller Organisationseinheiten betrachtet. Dazu sollen in den Handlungsfeldern Personalentwicklung und Nachwuchsförderung, Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium sowie Organisationsentwicklung gezielte Maßnahmen umgesetzt werden. Neben der hochschulinternen Gleichstellungsarbeit eröffnet die Mitarbeit und gezielte Vernetzung der Thüringer Hochschulen im Bereich Chancengleichheit und Gleichstellung unter dem Dach der gemeinsamen wissenschaftlichen Einrichtung Thüringer Kompetenzzentrum Gleichstellung (TKG) neue Möglichkeiten zur Professionalisierung und zur nachhaltigen Sicherung bereits erzielter Fortschritte. Die durch das TKG entstandenen Strukturen zur Entwicklung und Etablierung von Standards auf dem Gebiet der Gleichstellungsarbeit helfen unserer Universität, weit über die Region hinaus auszustrahlen. 174 Der Campus | Gleichstellung


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