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Bericht des Rektors 2014 / 2015 167 Juniorprofessor Jens Schmidt Jens Schmidt (33) ist seit dem 1. April 2014 als Juniorprofessor in der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften tätig und vertritt dort das Fachgebiet Kombinatorische Optimierung. Nach dem Studium der Informatik an der TU Dortmund promovierte er 2011 an der FU Berlin mit einer Arbeit zur algorithmischen Verwertbarkeit graphentheoretischer Konstruktionen. Es folgten Forschungsaufenthalte am Fachbereich für Mathematik der Universität Melbourne und PostDoc-Stellen in Saarbrücken im Excellence-Cluster MMCI und am Max-Planck-Institut für Informatik. Schmidts Forschung liegt an der Schnittstelle zwischen theoretischer Informatik und diskreter Mathematik und befasst sich vorrangig mit effizienten Algorithmen, die strukturelle Grapheneigenschaften ausnutzen. Zu diesen Strukturen gehören Zusammenhang, Planarität und Geometrie von Graphen. Juniorprofessor Stefan Streif Stefan Streif (35) hat 2014 die Juniorprofessur für Automatisierungstechnik an der Fakultät für Informatik und Automatisierung übernommen. Nach dem Studium der Technischen Kybernetik an der Universität Stuttgart und der Sheffield University in England promovierte er 2011 an der Universität Magdeburg und am Max-Planck-Institut für Dynamik Komplexer Technischer Systeme in Magdeburg. In dieser Zeit forschte er unter anderem am Massachusetts Institute of Technology in Cambridge, USA. Seine Forschung bewegt sich im Grenzbereich zwischen Regelungstechnik, Optimierung und Informationstechnik und befasst sich mit Methodenentwicklung für die robuste Regelung, Diagnose und Analyse komplexer nichtlinearer Systeme, die in allen Lebensbereichen zu finden sind: in biologischen Zellen oder Organismen, Autos, Robotern oder auch großen technischen Automatisierungsanlagen. Juniorprofessor Karl Worthmann Karl Worthmann (33) übernahm zum 1. Januar 2014 die Juniorprofessur für gewöhnliche Differentialgleichungen an der Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften. Zuvor promovierte er an der Universität Bayreuth über das Stabilitätsverhalten modellprädiktiver Regelungsalgorithmen. In dieser Verfahrensklasse wird basierend auf einer aktuellen Zustandsmessung und des in die Zukunft prädizierten Systemverhaltens ein geeignetes Eingangssignal bestimmt. Dabei kommen Techniken verschiedener mathematischer Disziplinen zum Einsatz, etwa der Systemtheorie, Optimierung und Numerik. Die Lehrveranstaltungen richteten sich daher sowohl an Mathematik- als auch an Studierende der Technischen Kybernetik. Seine interdisziplinäre Ausrichtung kommt Worthmann in seiner Tätigkeit als „Junior“-Sprecher der Gesellschaft für Angewandte Mathematik und Mechanik zugute.


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