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BdR_2014_2015

DER CAMPUS Infrastruktur Lehre und Forschung der Technischen Universität Ilmenau finden in den Immobilien des Hans-Stamm- Campus‘ auf dem Ehrenberg, des Georg-Schmidt-Technikums in der Innenstadt und im Kontorhaus auf dem Areal des Industriedenkmals „Fischerhütte“ statt. Seit dem städtebaulichen Wettbewerb zur Gestaltung des Hans-Stamm-Campus´ im Jahr 1996 wurde an der Universität ein bedeutendes Neubau- und Modernisierungsprogramm umgesetzt. In den vergangenen Jahren lag die Priorität bei Baumaßnahmen auf der Erweiterung der Gebäudeinfrastruktur durch Neubauten. Um den veränderten Anforderungen von Lehre und Forschung – steigende Studierendenzahlen, Neuberufungen von Professoren und neue „2015 fand im Beisein des Thüringer Ministers Wolfgang Tiefensee die feierliche Wiedereröffnung des Faradaybaus statt.“ Forschungsprojekte – gerecht zu werden, wurden in den Jahren 2014 und 2015 vorwiegend vorhandene Gebäude modernisiert und im Innenbereich Ein- und Umbauten vorgenommen. Zur Finanzierung dieser Maßnahmen standen neben Haushaltsmitteln der Universität Gelder des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Landesmittel und Gelder des Hochschulpaktes 2020 zur Verfügung. Die umfassende Modernisierung des Faradaybaus wurde nach fast drei Jahren im Herbst 2015 abgeschlossen. Das 1926 errichtete zweitälteste Gebäude der Universität wurde nach den neuesten Standards der Technik grundlegend modernisiert und erhielt einen neuen zweigeschossigen Nachbarbau. Die Sanierungs- und Neubaumaßnahmen kosteten rund 11 Millionen Euro und schafften für die Fakultät für Mathematik und Naturwissenschaften ganz neue Möglichkeiten in Forschung und Lehre. Weitere große Umbau- und Anpassungsarbeiten erfolgten im Newtonbau, im Meitnerbau und in der Maschinenhalle. Um Lehre und Forschung auf höchstem Niveau abzusichern, wurden im Heisenbergbau Labore umgebaut, Lüftungsanlagen und Klimatechnik installiert. Nachdem das Obergeschoss im Heliosanbau für das Fachgebiet Lichttechnik bereits vollständig umgebaut worden war, wurden 2015 Erdgeschoss und Keller zur Nutzung als Labor saniert und neu eingerichtet. Ebenfalls 2015 wurde das Bionikgebäude brandschutztechnisch saniert, im Kirchhoffbau die dezentralen Kälteanlagen zu einer zentralen und erweiterungsfähigen Anlage zur Kältegrundversorgung umfunktioniert und im Helmholtzbau die bestehende Kälteversorgung erweitert. Größte Neubaumaßnahme war der Bau des Hauptgebäudes des an der TU Ilmenau angesiedelten Thüringer Innovationszentrums Mobilität (ThIMo), das im April 2015 nach zweijähriger Bauzeit offiziell eingeweiht wurde. In dem Gebäude konzentrieren sich technologische Labore, eine Vielzahl moderner Analysegeräte für technische Systeme, leistungsfähige Simulationsrechner und die Hightech-Prüfstände MASTER und VISTA – Grundlage für Forschungsarbeiten in den Bereichen Antriebs-, Fahrsicherheits- sowie Mess- und Regeltechnik. Ein zweites ThIMo-Gebäude wurde für drei Millionen Euro durch die Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen am Rande des Hans-Stamm-Campus‘ errichtet und langfristig an die TU Ilmenau vermietet. Neben Labor- und Büroräumen ist hier eine hochmoderne Forschungsplattform zur Entwicklung und Optimierung energieeffizienter Fahrzeugantriebe untergebracht. Der C 162 Campus | Infrastruktur


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