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Bericht des Rektors 2014 / 2015 107 HIGHLIGHTS Fraunhofer-IOSB, Institutsteil Angewandte Systemtechnik Autonomes Tiefsee-U-Boot: Robust, leicht und leistungsfähig In einem Fraunhofer-Vorstandsprojekt wurde 2015 die Entwicklungsarbeit des Unterwasserfahrzeugs „Deep Diving AUV for Exploration“ DEDAVE weitgehend abgeschlossen. Das nur 3,5 Meter kleine und 700 Kilo leichte U-Boot wird in der Lage sein, in einer Tiefe bis zu 6 000 Metern autonom, also selbstständig und kabellos, zu agieren. Es wird mit acht Batterien betrieben, die je 15 Kilo wiegen, eine Batterieladung reicht für Fahrten bis zu 20 Stunden. Nach mehreren Tiefseetests 2016 wird eine eigene Firma aus dem Fraunhofer IOSB ausgegründet, um das weltweit einmalige Unterwasserfahrzeug zu vermarkten. Großer Festakt zum 20-jährigen Bestehen des Fraunhofer IOSB-AST Mit einem Festakt am 17. September 2015 wurde der Institutsneubau erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und die Erfolgsgeschichte „20 Jahre Fraunhofer IOSBAST“ gewürdigt: Seit 1995 wurden am Standort Ilmenau über 800 Industrie- und Forschungsprojekte umgesetzt. Von damals zwei fest angestellten Mitarbeitern ist das Fraunhofer IOSB-AST auf inzwischen 61 Mitarbeiter gewachsen, das Forschungsbudget stieg auf knapp 6 Millionen Euro im Jahr 2015. Großes Industrieprojekt mit HanseWerk AG akquiriert Nachdem das Fraunhofer IOSB-AST zusammen mit Partnern aus Industrie und Forschung von 2012 bis 2015 das Leuchtturmprojekt „SmartRegion Pellworm“ zur optimalen Betriebsführung von Energiespeichern durchgeführt hat, akquirierte es auf der Basis der Projektergebnisse ein Projekt mit der HanseWerk AG – die fraunhoferweit größte Industrieakquisition im Juli 2015. Dabei soll der Verbund aus verschiedenen Speichertechnologien (Lithium-Ionen, Redox-Flow, Nachtspeicherheizungen) zu verschiedenen Zwecken, etwa der Vermarktung von Kapazitäten an der Strombörse, optimal eingesetzt werden. Starke KLARA hebt Lasten in der Produktion Im Projekt „Kleine autonome Transport- und Handhabungshilfe“ (KLARA) entwickelt das Fraunhofer IOSB-AST zusammen mit der TU Ilmenau, dem thüringischen Unternehmen Otto Bock Mobility Solutions und weiteren Partnern eine flexibel einsetzbare Hub- und Transporthilfe für Lasten bis zu 50 Kilo. Obwohl das Heben solch kleiner Lasten zu ernsten gesundheitlichen Schäden führen kann, fehlen auf dem Markt bislang universell und flexibel einsetzbare Hebehilfen. KLARA wird Mitarbeiter in der Fertigung als „intelligenter Handlanger“ dabei unterstützen, Gegenstände in unterschiedlichen Positionen aufzunehmen und abzulegen. Die Bedienung erfolgt intuitiv, zum Beispiel durch Gestensteuerung.


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