suj Ilmenau - Studenten und Jungingenieure des VDI

Horsch Exkursion 2011

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Am 06.05.2011 fuhren 18 interessierte Studenten und Jungingenieure nach Ronneburg um dort hautnah einen Einblick in Landmaschinenproduktion „Made-in-Germany“ zu bekommen. Der Startpunkt unserer Tour war Ilmenau morgens um 7.00 Uhr. Trotz der Müdigkeit, die allen anzusehen war, hatte es jeder geschafft pünktlich zur Abfahrt sich einen Platz im Bus zu sichern. Unterwegs nutze der ein oder andere die Zeit, um etwas Schlaf zu ergattern oder man begann mit seinem Sitznachbar über das zu spekulieren was einen gleich erwartete. Um 8.40 Uhr erreichten wir das Werksgelände, schon auf dem Maschinenstellplatz im Außengelände konnten wir gut erkennen wie groß die Vielfalt der Bodenbearbeitungs- und Sähmaschinen war, deren Produktion wir gleich erleben durften. Eine große Freude war der Kaffee und die Plätzchen, die nun auch die letzten Morgenmuffel wach werden ließen. Als Einleitung, zum besseren Verständnis der Firma und dem Einsatzgebiet der Maschinen, erhielten wir einen Vortrag von Herrn Linzmaier. Im Anschluss gab es eine kurze Diskussion über den Einsatz der Maschinen in Spanien. Dort gibt es einen sehr hohen Steinanteil im Boden, welcher vergleichbar mit einer Schottergrube in unserer Gegend ist. Aus diesem Grund werden dort Belastungsproben der Maschinen im Einsatz durchgeführt.

Nun ging aber der spannendste Teil der Exkursion los, der Rundgang durch die Produktionshallen. Wir gingen den gesamten Weg einer Eisenplatte, welche in Rahmenteile zerlegt wurde, ab. Start war der Wareneingang, die Eisen- und Stahlplatten wurden in einem überdachten Bereich gelagert, um das Anlagern von Flugrost zu vermeiden. Ein sehr beeindruckender Punkt war gleich bei unserem erstem Stopp ein Laserschneidtisch für diese Platten, dieser war größer als das Wohnzimmer einiger Anwesenden. Auch die Größe der Hydraulikpressen zum Biegen einzelner Rahmenteile war erstaunlich. Im nächsten Abschnitt standen wir vor einer modernen automatischen Schweißanlage, sie wurde von Hand bestückt und in den entsprechenden Matrizen fixiert, und dann wurde alles von zwei aufeinander abgestimmten parallel arbeitenden Robotern zusammengeschweißt. An dieser Stelle konnte man schon erahnen was für eine Maschine es am Ende der Fabrik werden soll. Was wir jetzt erleben durften, war eine Anlage zum Beschichten und Lackieren aller Maschinenkomponenten. Die Besonderheit hier lag darin, dass es keine Standartlackierung mit Farbe und Lösungsmittel war, sondern eine hochmoderne Trockenlackierung, welche die Farbteilchen durch elektrostatische Aufladung festhielt bis es dann im Ofen verschmolz und eine geschlossene Deckschicht bildete. Diese Art der Lackierung ist umweltschonend und auch ressourcenschonend, da überflüssiges Farbmaterial wiederverwendet werden kann und nicht entsorgt werden muss. In der Endmontage erstaunte die meisten wie vielseitig die Maschinen zusammengebaut werden können, was durch ein ausgeklügeltes Baukastensystem möglich ist. Dies ist ein ausschlaggebender Punkt für die Horsch Maschinen GmbH, jeder bekommt die Kombination von Arbeitselementen die er benötigt, das heißt jeder bekommt seine individuelle Maschine und keiner geht ein Kompromiss ein mit einer Maschine von der Stange. Während der Rückfahrt gab es im Bus noch angeregte Gespräche und Diskussionen über das gerade gesehene. Das durchweg positive Feedback der Teilnehmer erfreute uns und spornt weiter an auch mittelständische Unternehmen zu besuchen die man nicht durch ihren Namen kennt, aber trotzdem sehr innovativ sind.

Martin Zschoche

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